Über mich

So wie Blumen wachsen- sich entfalten - blühen und einfach so sind, so hat mich das Leben über Stationen wie Chorsingen, Gesangstudium, Logopädenausbildung, Terlusollogieausbildung und Fortbildung in der Heptner-Methode und eigenen Krisen geformt.

In einer musikalischen Familie groß geworden machte ich bereits mit 9 Jahren die ersten tiefen Erfahrungen, was Musik und Singen in einem Menschen beglückend und lebensbejahend, sinnstiftend und stärkend auslösen kann.

 

Die Erfahrung, in der Gemeinschaft, im Chor zu singen, hat mich tief geprägt und ich habe dort die tiefsten existentiellen Erlebnisse gehabt, ob bei Neithard Bethke in Ratzeburg, Wolfgang Seeliger in Darmstadt oder Walter Nussbaum in Heidelberg (Schola Heidelberg).

 

Als ich nach dem Abitur Gesang in Würzburg an der Hochschule für Musik studierte, erfuhr ich zum ersten Mal, was es bedeutet, die eigene Stimme nicht mehr als direktes Ausdrucksmittel zur Verfügung zu haben: ich bekam eine Stimmstörung. Bei Frau Prof. Grünewald, Heidelberg, überwand ich die stimmlichen Probleme und studierte bei ihr im Anschluss an die Logopädenausbildung (Ulm und Heidelberg) an der Hochschule für Kirchenmusik, Heidelberg, erneut Gesang und beendete es mit Lehrdiplom und Konzertexamen 1989.

 

Durch den eigenen Leidens- aber auch Gesundungsweg war ich von Beginn der Tätigkeit als Logopädin dem Gebiet der Sing-Stimmstörungen und diesen Patienten tief verbunden, hatte ich doch an eigenem Leib miterlebt, was eine Stimmstörung mit dem Menschen, seinem Lebensgefühl, seiner Identität, seinem Selbstwert macht. Die Erfahrung, dass ich in meiner Tätigkeit als klinische Logopädin an der Uniklinik Heidelberg gestörte Singstimmen behandeln sollte, führte mich 1988 zum Funktionalen Stimmtraining bei Eva Marguerre (Darmstadt/Lichtenberg), das eine Arbeit an gesunden und kranken Sing- und Sprechstimmen ermöglichte.

 

Bei Eva Marguerre, die durch den engen Kontakt und Zusammenarbeit mit dem Lichtenberger Institut bei G. Rohmert an den neusten Forschungsergebnissen der Arbeitswissenschaft für Stimme an der TH Darmstadt teilhatte, lernte ich bis zum Jahr 2000. So vervollständigte ich dort nicht nur mein Können als Sängerin, sondern auch meine pädagogisch-therapeutische Kompetenz und mein theoretisches Wissen über Stimme und ihren körperlichen Zusammenhängen.

 

Rege eigene Konzerttätigkeit im kirchenmusikalischen Oratorienbereich, auch Solokonzerte mit Orgel mit meinem damaligen Mann Stefan Göttelmann und bis 2005 Ensemblemitglied der Schola Heidelberg (zeitgenössische und alte Musik) unter Prof. Walter Nussbaum mit zahlreichen Rundfunk- und CD-Aufnahmen und Uraufführungen ermöglichten viele Erfahrungen auf der „Bühne“.

12 jährige Auseinandersetzung mit zeitgenössischer und alter Musik in der Schola Heidelberg (Walter Nussbaum) haben Gehör und stimmliche Experimentierfreude geschult und gefördert. Zahlreiche Uraufführungen und Rundfunkaufnahmen.
Mitglied der Schola Heidelberg

1997 kam ich mit der Terlusollogie bei Charlotte Hagena in Mannheim in Kontakt. Die Körperübungen der Terlusollogie bewirkten innerhalb von 6 Wochen eine große Kräftigung und Stabilisierung meiner Konstitution, meiner Kraft und seelischen und stimmlichen Verfasstheit. Unter diesem Eindruck machte ich dort die Ausbildung zur Terlusollogin 2002 und lasse dieses Wissen und Erfahrungen seitdem im Umgang mit meinen Schülern, Patienten und Klienten einfließen.


2003 begegnete ich Michael Heptner, Gesanglehrer und Stimmphysiologe, der mich seitdem stimmlich und fachlich  begleitet. Seine Arbeit, die ich seitdem in Einzelarbeit, Kursen und Ausbildung (Modul 1), aber auch an der Kletterwand, erleben und erfahren durfte und darf, hat mich nicht nur aus einer - durch  persönliche Krisen ausgelöste - erneuten Stimm- und Atembelastung befreit, sondern zugleich auch auf tieferen Ebenen stabilisiert. So bin ich in meinem eigenen Unterrichten und Therapieren von dieser Arbeit geprägt und inspiriert. Sie gibt mir das notwendige Handwerkszeug, um mein Herzensanliegen im Umgang mit den Menschen verwirklichen zu können:

Klettern stabilisiert nicht nur körperlich, sondern flexiblisiert und erweitert die körperlichen und mental-seelischen Dimensionen, die sich dann auf die Stimme übertragen lassen.

Über die Stimme das innere Wesen, den Kern des Menschen zum Leuchten, zum Leben und zur Entfaltung zu bringen.



Immer waren es die Herausforderungen in meinem eigenen Leben, die mich neue Wege suchen ließen. Dieser Weg führte mich u.a. zur Initiatischen Therapie nach Karlfried Graf Dürckheim (therapeutisches Aikido, Geführtes Zeichnen, Leibtherapie), Psychodrama, Traumatherapie (SE), Shiatsu (nach Ohashi), Feldenkrais, Geistiges Heilen (U.Brausch). Durch die neuen, befreienden, kräftigenden und lebensfördernden Impuls reifte ich zu einem Menschen, der seine Aufgabe im Dienst am Menschen mit tiefem Respekt, Wertschätzung und Achtung vor dem Mitmenschen sieht.

 

Nach einem 4-jährigen Aufenthalt in Meersburg am Bodensee lebe ich nun seit September 2016 in Schriesheim bei Heidelberg.